DDR´s Historie Del I (tysk og engelsk)

I anledning af 50-året for begivenhederne i Berlin den 17. Juni i 1953 skrev den tyske revolutionære kommunist Waltraud Aust som da var en ung kommunistisk fabriksarbejder i Øst-Berlin denne artikel. * * * * *

– ” Fortæl os, om dine erfaringer fra 17.juni 1953 og hvad der førte frem til den kontrarevolutionære opstand i 1953. Du var jo tilstede på den tid” var opfordringen fra redaktøren af ‘Kommunistische Hefte”´s til Waltraud Aust som svarede:

“Ja, hvordan var den konkrete situation den 17.Juni og inden da , i Jena, Øst Berlin, Magdeburg, Leuna eller Bitterfeld? Hvad var årsagerne til, at – selvom det ikke var masserne – alligevel flere end 300,000 af de fem millioner arbejdere og ansatte deltog i strejker, aktioner og protest-demonstrationer i disse byer og mange andre steder i DDR ?

– Jeg boede i Øst-Berlin på den tid , Jeg var 18 år gammel og var blevet politisk skolet i DDR, i Unge Pionerer, i FDJ [Freies Deutsche Jugend], i Volkspolizei {Folkepoltiet], SED {Socialistische Einheits Partei]. Uden at at fordre en fuldstændig forståelse , vil jeg prøve , på grundlag af mine egne erfaringer i Øst Berlin, at beskrive situationen der før og under den 17. Juni”

Forfatteren giver et både øjebliksbillede– og overblik over det første forsøg på at opbygge socialismen på tysk jord. Hun beskriver det Vest-tyske bourgeoisie´s manøvrer for at underminere og sabotere den socialistiske opbygning, as well as the bureaucratic policies of the revisionists in the DDR, which progressively alienated the workers from the government. These culminated in the events of June 17.

Til trods for disse begrænsninger , giver artiklen alligevel et værdifuldt bidrag til en forståelse for de årsager der førte til den kontrarevolutionære juni-opstand i Øst-Berlin – set fra arbejderklassens og de revolutionære kommunisters position –
Som Aust fremhæver i begyndelsen af hendes artikel, her description is not meant to be a comprehensive analysis of that period. She does not, for example, explain the changes in the relations of production that occurred as the revisionists consolidated their positions in the leadership of the GDR. Nor does she discuss how the revisionist elements who took over the leadership of the Soviet Union after Stalin’s death in March of 1953, and apparently Beria in particular, influenced the new policies of the GDR leadership in the months leading up to June 17.

Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt

Die westdeutsche Bourgeoisie hat den diesjährigen “17. Juni” – den 30. Jahrestag der Ereignisse von 1953 – in besonders aggressiver Weise dazu benutzt, ihren Anspruch auf Einverleibung der DDR herauszustreichen und die “Wiedervereinigung” als Ziel der Bonner Politik zu bekräftigen. In diesem Anspruch beruft sie sich auf die Bevölkerung der DDR selbst, die am 17. Juni 1953 ihren Willen zum Ausdruck gebracht hätte, unter dem Diktat des westdeutschen Kapitals zu leben.
Im Rahmen der Kampagne gegen den nach der Bonner Wende verstärkt vorangetriebenen Kurs des Revanchismus ist es daher nützlich und notwendig, sich auch heute mit dem sogenannten Volksaufstand von 1953 zu beschäftigen. Wir veröffentlichen im folgenden den Bericht einer Genossin, die zu jener Zeit in einem Ostberliner Großbetrieb gearbeitet hat und somit unmittelbar an den Geschehnissen beteiligt war

“Schreib’ uns Deine Erlebnisse vom 17. Juni und wie es dazu kam, Du warst doch damals dabei”, bat mich der Redakteur der ›Kommunistischen Hefte‹. – Ja, wie war die Lage damals konkret? Am 17. Juni und davor? In Jena, Ostberlin, in Magdeburg, Leuna oder Bitterfeld? Was waren die Ursachen dafür, daß sich in diesen Städten und in vielen anderen Orten der DDR zwar nicht die Masse, doch immerhin über 300 000 von fünf Millionen Arbeitern und Angestellten an den Streiks, Aktionen und Protestdemonstrationen beteiligten? – Ich lebte damals in Ostberlin, war 18 Jahre alt und politisch in der DDR erzogen worden, in den Jungen Pionieren, der FDJ, der Volkspolizei, der SED. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, möchte ich versuchen, anhand eigener Erlebnisse in Ostberlin die Situation von damals, vor und während des 17. Juni zu schildern.

Die äußere Situation
Wie sah es damals aus in der DDR, als sie noch ein sozialistischer Staat war, auf den sich die Hoffnungen und Blicke nicht nur der Werktätigen in Westdeutschland, sondern ganz Europas richteten? Das Eigentum der Kriegsverbrecher war beschlagnahmt worden, die Monopole restlos beseitigt. Die Verkehrsmittel, die Banken, 70 Prozent der Industrie waren vergesellschaftet. Die Bodenreform begann schon im Herbst 1946. An die 7000 Güter und 3000 Besitzungen wurden enteignet. 2 Millionen Hektar Land wurden an über 500000 landlose und landarme Bauern verteilt und 1000 volkseigene Güter geschaffen. – Das alles waren Maßnahmen, die noch im Potsdamer Abkommen beschlossen waren und ein guter Start für den Aufbau des Sozialismus.
Die spalterische Politik der amerikanischen und britischen Besatzungsmächte, die im September 1949 die Bonner Republik ausriefen, führte im Oktober 1949 zur Gründung der DDR. Dieser Schritt wurde von vielen Menschen begrüßt. Es war ein neuer Anfang in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, daß erstmals die Arbeiter die Macht hatten.
Die Jahre nach dem Krieg waren harte Jahre für die DDR. Die vor der Roten Armee zurückweichenden Faschisten hatten Industrieanlagen, Verkehrswege und Werke zerstört. Die Amerikaner warfen angesichts des Vormarsches der Roten Armee auf Leuna und andere Betriebe ihre Bomben. Die Imperialisten hatten Industrieanlagen, Unterlagen und selbst Personal aus der DDR nach Westen verlagert. Ein schwerer Schlag für die DDR, die keine eigene Schwerindustrie besaß, war es, daß die Imperialisten das Ruhrgebiet und das Saarland von der DDR abschnitten.
Aus den Trümmern, aus dem Stand Null mußte die DDR die Betriebe aufbauen. Und nicht nur die Betriebe. Viele kommunale Probleme mußten gelöst werden, die Schulen, die Behörden und Verwaltungen, alles mußte wieder in die Gänge kommen. Doch wer konnte leiten, lehren, planen, organisieren? Eigene, in sozialistischer Planwirtschaft ausgebildete Fachkräfte gab es noch nicht. Die DDR mußte sich in erster Linie auf die vorhandene bürgerliche technische Intelligenz stützen. Politisch war die Führung ebenso schwierig. Nur wenige Kommunisten und revolutionäre Sozialdemokraten waren der faschistischen Verfolgung entkommen. Die meisten Kader der KPD und SPD hatten die Nazis in Konzentrationslagern und Gefängnissen ermordet. So mußten viele andere fortschrittliche Menschen Aufgaben übernehmen, auch wenn sie nicht ideologisch geschult oder noch sehr jung waren. In vielen Positionen wurden auch sogenannte Antifaschüler eingesetzt. Das waren ehemalige deutsche Soldaten, die in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft antifaschistische Schulen besucht hatten. Die meisten allerdings hatten sich nicht aus Überzeugung zu dieser antifaschistischen Schulung gemeldet, sondern aus opportunistischen Gründen, einfach, um durch die Teilnahme nicht arbeiten zu müssen, um mehr Essen zu erhalten, um früher entlassen zu werden. Nicht wenige dieser Antifaschüler wurden später in ihren Funktionen schnell zu Karrieristen und Bonzen.
Sofort, nach der Teilung Deutschlands durch die Westmächte wurde in der Nähe von Frankfurt/Oder das Hüttenwerk J.W. Stalin errichtet. Der erste Hochofen wurde 1951 angeblasen. Im gleichen Jahr entstand das Eisenhüttenwerk West an der Saale. In Stralsund, Wismar und Warnemünde wurden große Werften erbaut. Neue Walzstraßen in Risa, Henningsdorf, der Max-Hütte. Die Textil- und Leichtindustrie wurde wieder aufgebaut, der Braunkohlenabbau wieder aufgenommen. Trotz der vielen Engpässe, die es überall gab, trotz der schlechten Ernährungslage – die Rationen auf den Lebensmittelkarten waren so knapp bemessen, daß für 1 #1/2# Millionen Betriebsarbeiter täglich ein zusätzliches Mittagessen ausgegeben werden mußte –, ging es aufwärts. Und große Teile der Bevölkerung nahmen mit Schwung am Aufbau teil, und auch am politischen Leben. Der erste deutsche Volkskongreß Ende 1947, der unter der Losung “Für Einheit und gerechten Frieden” stattfand und die anschließende Volkskongreßbewegung erfaßten fast die gesamte Bevölkerung. In den Betrieben, Städten und Dörfern der sowjetischen Besatzungszone wurden ständige Komitees der Volkskongreßbewegung gebildet. Die Mitarbeit in diesen Komitees, die Diskussionen in den Versammlungen und die Teilnahmen waren rege und lebendig. Ich erinnere mich an Gespräche im Elternhaus und in der Nachbarschaft, wo man positiv über die neue Entwicklung diskutierte, obwohl man kurz nach Kriegsende noch sehr skeptisch war. Kampagnen und Ereignisse wurden von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen. Eine gewaltige Leistung anläßlich der Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1951 war zum Beispiel die Unterbringung und Versorgung der rund 2 Millionen Gäste in Ostberlin. Hier zeigte sich besonders anschaulich die damals noch vorhandene breite Solidarisierung der Ostberliner Bevölkerung mit ihrem sozialistischen Staat. Hunderttausende nahmen trotz zumeist eigener beengter Wohnverhältnisse die jungen Gäste auf. Auch an politischen Kampagnen beteiligte sich die Bevölkerung aktiv, so am Kampf um den Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland. Das war äußerst günstig für die junge DDR, denn immerhin hatte das Volk ja keine Revolution gemacht, sondern war befreit worden. Wie konnte es also kommen, daß zwei Jahre später, am 17. Juni 1953, wenigstens ein Teil derer, die damals noch für den Aufbau des Sozialismus waren, sich von der Konterrevolution mißbrauchen ließen?
Berlin
Den 17. Juni muß man im Zusammenhang mit der besonderen Situation in Berlin sehen. Berlin, eine Stadt, aufgeteilt von den Besatzungsmächten in vier Sektoren, den englischen, den französischen, den amerikanischen und den sowjetischen. Besetzt von den jewiligen Truppen. Eine Stadt also, in der in den drei Westsektoren, in Westberlin, die kapitalistischen Interessenvertreter – eng verbunden mit den Konzernherren, Großgrundbesitzem und Monopolisten, die sich kurz vor Kriegsende nach Westdeutschland abgesetzt hatten – herrschten. Und auf der anderen Seite, in Ostberlin unter sowjetischer Verwaltung, die Arbeiterklasse, die Werktätigen, selbständig und unter den schwierigsten Bedingungen, großen Entbehrungen und Opfer den Sozialismus aufbauend.
Vom ersten Tag nach der Niederlage des Faschismus an arbeiteten die Interessenvertreter der Großgrundbesitzer und Konzernherren – wie beispielsweise in Westdeutschland Adenauer, Kaiser und Blank – darauf hin, die volkseigenen Betriebe und den enteigneten Boden der Großgrundbesitzer in der DDR wieder in ihren Besitz zu bekommen. Dazu schien ihnen Ostberlin als Hebel geeignet zu sein. Denn man konnte leicht, ungehindert und zu jeder Zeit aus dem amerikanischen, französischen oder englischen Sektor in den sowjetischen Sektor, also nach Ostberlin fahren oder gehen. Es gab keine “Mauer”, Passierscheine brauchte man nicht. Eine Ausweiskontrolle fand nur ab und zu statt. Der kontinuierliche Wiederaufbau der Betriebe, der Landwirtschaft, die Erfolge im Aufbau einer eigenen Schwerindustrie und andere positive Entwicklungen waren den Imperialisten im Westen ein Dorn im Auge. Den Zweijahresplan hatte die DDR-Bevölkerung vorfristig erfüllt. Nun ging es an den ersten Fünfjahrplan, der von 1951 bis 1955 eine enorme Weiterentwicklung auf allen Ebenen bringen sollte. So wie der zweite Fünfjahrplan der Sowjetunion 1929 den Imperialismus zum Zittern und die Börse in New York sogar mit zum 98
Krachen brachte, so fuhr nun der erste Fünfjahrplan der DDR den Imperialisten im Westen in die Knochen. Von nun an hieß es, verstärkt den Aufbau der DDR zu stören. Ein sozialistisches Land durften sie nicht dulden. Dazu benutzten sie Westberlin.
Durch angeworbene Agenten und Provokateure, “Rias”-Hetze und -Lügen, Bestechung und Korruption, versuchte man von Westberlin aus Stimmung unter der Ostberliner Bevölkerung zu machen und Einfluß zu gewinnen. Hatten die diversen von Bonn ausgehaltenen Geheimdienste und Agentenorganisationen Ostberliner Bürger für ihre Zwecke gewonnen, so schickten sie diese, die ja ohne besondere Genehmigung von Ostberlin aus in die DDR einreisen konnten, nach Mecklenburg, Sachsen, usw., um hier Wühlarbeit gegen die DDR und den Aufbau des Sozialismus zu betreiben. Aber es gab auch noch andere Schwierigkeiten. Da war einmal das große Problem des sogenannten Schwindelkurses, Westgeld wurde 1 zu 5,1 zu 6, 1 zu 7, ja zeitweise 1 zu 8 gegen Ostgeld umgetauscht. Nicht wenige Ostberliner arbeiteten damals legal in Westberlin, erhielten einen Teil ihres Lohnes in Ostmark und einen Teil in Westmark. Das Westgeld wurde zum jeweiligen Kurs umgetauscht, und man lebte in Ostberlin gut davon. Lehrstellen waren in Ostberlin damals noch rar, auch in Westberlin. Aber Ostberliner Jungen und Mädchen wurden in Westberlin bevorzugt als Lehrlinge eingestellt. Andere Ostberliner arbeiteten am Wochenende schwarz in Westberlin. Dies waren in erster Linie Facharbeiter, die dort benötigt wurden. Auch viele Westberliner tauschten ihr Geld in Ostgeld um, fuhren nach Ostberlin und kauften dort, was sie ohne Lebensmittelkarten erhielten. Viele Familien in Ostberlin, besonders in den Randgebieten, hatten Hühner und Kleinvieh.
Eier und auch nicht selten Kaninchen wurden auf Westberliner Märkten für Westgeld verkauft, dieses dann umgetauscht, und zurück ging’s nach Ostberlin. Und nicht nur dies. Im Herbst 1952 wurden zum Beispiel im Bezirk Köpenick zentnerweise Fleisch- und Wurstwaren bei einer Ostberliner Familie beschlagnahmt, die aus Mecklenburger Bauernhöfen stammten und in Westberlin verscheuert werden sollten. Und das war nur ein Fall von vielen.
Westberlin galt als das Schaufenster des Westens. Viele Waren waren wesentlich billiger als in Westdeutschland. Der Preisunterschied wurde durch die Steuern der westdeutschen Werktätigen getragen. Um an Westgeld ranzukommen, gingen einige verbrecherische Elemente sogar soweit, von öffentlichen Einrichtungen in Ostberlin Kupfer und andere brauchbare Metalle zu stehlen und ebenfalls nach Westberlin zu verscheuern. Sabotageakte und Diebstähle in den volkseigenen Betrieben nahmen ab 1951 im erheblichen Maße zu.

Agenten und Provokateure
Parallel zu solchen und ähnlichen Schiebereien, die die Ostberliner und darüber hinaus die gesamte DDR-Wirtschaft erheblich schwächten, kam die organisierte Hetze durch den Rias (Rundfunk im amerikanischen Sektor) und die durch den amerikanischen CIA und andere Agentenorganisationen massenhaft verbreiteten Hetzbroschüren und. Flugblätter, die zur Sabotage gegen die DDR Wirtschaft, zum Sturz der Regierung aufriefen und antikommunistische Hetze verbreiteten. Axel Springer war schon damals, wenn auch noch in den Anfängen, kein Verleger im üblichen Sinne. Sein fester Platz im Zeitungsund Zeitschriftenwesen war ihm durch die Bourgeoisie zugewiesen: Hetze, Lüge, Verleumdung des Kommunismus, brutal, primitiv, zügellos.
Die persönliche und direkte Anwerbung von Agenten und Provokateuren spielte ebenfalls eine große Rolle. Solche Anwerbungen wurden besonders unter den Jugendlichen versucht. In den Ostberliner Tanzlokalen und Restaurants hielten sich haufenweise Westberliner Agenten auf. Es wurden hier kostenlos Karten für Kinoveranstaltungen in Westberlin verschenkt oder Einladungen für andere Vergnügen in Westberlin, die zu besuchen Jugendliche, waren sie noch Lehrlinge und verfügten sie über wenig Geld, nicht abgeneigt waren. Natürlich wurde nicht jeder Agent oder Spion, aber es war ein Weg, leichter an empfängliche Personen heranzukommen und andere unsicher zu machen.
Eine andere wesentliche Methode der Anwerbung von Agenten war die der amerikanischen “Lebensmittelhilfe”. Das waren die sogenannten Care-Pakete. Hier er hielten Ostberliner per Post oder auch persönlich in den Briefkasten gesteckt, die Mitteilung, sich dort und dort in Westberlin ein Lebensmittelpaket abzuholen. Die meisten taten dies, schon wegen der Luxus-Artikel wie Kaffee, Schokolade, die damals in der DDR neben der allgemeinen Lebensmittelknappheit gar nicht zu kaufen waren. Und man brauchte ja keine Weltreise zu machen. Für 20 Pfennig Fahrgeld ein paar U-Bahn-Stationen bis nach Westberlin, dafür dann umsonst ein Paket mit Lebensmitteln, Kaffee und Schokolade und sicher Zigaretten. Das lohnte sich. Nur wenige sehen, daß hiermit eine Agentenwerbung verbunden war. Und auch hier pickte man sich natürlich nur einige, nutzbare Elemente heraus.
Es kam dem amerikanischen CIA auch darauf an, mit diesen Paket-Aktionen Stimmung gegen die DDR-Regierung zu machen. So sollte zum Beispiel die Jugend mit Care-Paketen von ihrem Pfingsttreffen 1960 abgehalten werden. Am 27. Mai 1960 veröffentlichte das offizielle Blatt der amerikanischen Militärverwaltung in Westberlin, “Neue Zeitung”, folgende Meldung: “New York (DPA). Alle Amerikaner werden aufgefordert, noch heute insgesamt 100.000 Dollar zu spenden, damit die Hilfsorganisation (gemeint ist die Care-Organisation) dem Berliner Oberbürgermeister Prof. Ernst Reuter noch vor dem FDJ-Pfingstaufmarsch über den Erfolg berichten kann.”
Um den Aufbau der DDR zu stören und die volkseigenen Betriebe an der Planerfüllung zu hindern, erhielten die angeworbenen Agenten alle nur denkbaren Aufträge: Zerstörung von Maschinen und Transformatoren, Adressen leitender Funktionäre zu sammeln, Berichte von Konferenzen anzufertigen, Werksspionage zu betreiben, Stärke und Bewaffnung der sowjetischen Truppen und der Kasernierten Volkspolizei auszuspionieren, Viehbestände durch Pestbazillen auszurotten, Drohbriefe und Warnungen an Bürger zu verschicken, Hetzschriften und Flugblätter zu verteilen, gefälschte Lebensmittelkarten, Kohlenkarten in Umlauf zu bringen, Verkehrsnetze zu zerstören, Brücken zu sprengen, Eisenbahnstrecken unbrauchbar zu machen, Produktionsabläufe zu stören, Wirtschaftspläne zu desorganisieren, mit gefälschten Briefbögen, besonders der Ministerien und Organisationen zu arbeiten und immer wieder und in erster Linie Menschen abzuwerben nach Westdeutschland. Natürlich hauptsächlich Facharbeiter und Angehörige der Technischen Intelligenz. Neben hohen Honoraren für ihre Arbeit überhaupt erhielten die angeworbenen Agenten noch für jeden, den sie abwerben konnten, ein Kopfgeld. Für einen Wissenschaftler, Ingenieur oder Facharbeiter zum Beispiel je 100,– DM.
Alle diese Agenten bekamen ihre Aufträge von Westberliner Organisationen. Solcher Art Organisationen soll es damals über 80 in Westberlin gegeben haben. Ich erinnere mich hier an die aktivste, brutalste und wahrscheinlich auch größte, an die “Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit” (KgU), vom USA-Geheimdienst ins Leben gerufen. Aus der Reihe der zahlreichen Verbrechen der “KgU”, die damals in Prozessen behandelt wurden, seien hier kurz erwähnt:
• Mehrere Eisenbahnattentate auf der Strecke Magdeburg–Dessau. Zahlreiche Personen wurden hierbei verletzt.
• Die größte Hydraulikpresse der DDR im Ernst-Thälmann-Werk in Magdeburg sollte gesprengt werden.
• Die Hauptturbine sowie der größte Schornstein der Filmfabrik Wolfen sollten durch Sprengung vernichtet werden.
• Durch Säure wurden im VEB-Kombinat ›Otto Grotewohl‹ in Böhlen zahlreiche Motoren von Lastkraftwagen zerstört.
• Die Autobahnbrücke bei Finowfurt, die über den Großschiffahrtskanal führt, wurde mittels Phosphorampullen in Brand gesteckt und die Paretzer Schleuse im Nauener Kanal zur Sprengung vorbereitet.
• Die Schiffswerft Angermünde und ein Hochspannungsmast der Stromleitung nach Güstrow sollten durch Sprengung vernichtet werden.
• Ein Ausstellungspavilion in Dresden wurde durch Sprengbüchsen mit Verzögerungsuhr zerstört.
• Die Diversionsgruppe “Admiral” hatte den Auftrag, Waldbestände im Erzgebirge durch Brandstiftung mit Benzin Phosphor und Nitroflüssigkeit zu vernichten.
• Mit vier Flaschen Säure sollten die Transmissionsriemen und Maschinen im VEB-Feintuch, Finsterwalde, zerstört werden.
Man könnte Bände füllen, mit all dem, was damals alles von Westberlin aus gegen die DDR unternommen wurde. Wie groß allein die amerikanischen “Investition” in dieses blutige Geschäft waren, schreibt die Zeitung “Rheinische Poet” am 1. September 1961: “In der Auslandshilfe (der USA d. Red.) ist ein sorgfältig verschleierter Posten in Höhe von Millionen Dollar enthalten, der für antikommunistische Aktionen in Europa vorgesehen ist. Einzelheiten werden streng geheimgehalten.”
Angesichts dieser Tatsachen könnte man die allerdings hypothetische Frage stellen, wäre es nicht richtiger gewesen, 1950 eine Mauer zu bauen, um sie 1960 wieder abreißen zu können? Auf der anderen Seite hätte eine Mauer 1950 die damals noch vorhandenen Bestrebungen der Wiedervereinigung erheblich behindert.

Unzufriedenheit bei den Arbeitern
Die Vorbereitung auf den Tag X durch den Westen mit allen erdenklichen Mitteln, das war die eine Seite der Medaille. Die andere Seite war, daß die Arbeiter mit Zuständen in den eigenen Betrieben, mit Zuständen in den Gewerkschaften, mit Zuständen in Staat und Wirtschaft, mit dem Verhalten der Staats- und Parteifunktionäre, mit vielen anderen negativen Erscheinungen, die mit Beginn des Fünfjahresplanes verstärkt auftraten, nicht zufrieden 104
waren.
Mit dem Fünfjahresplan, der 1950 in die Wege geleitet und 1951 von der Volkskammer als Gesetz verabschiedet wurde, begannen, so sehe ich es heute, einschneidende Maßnahmen, die von vielen Arbeitern nicht verstanden wurden, und die zur erhöhten Republikflucht führten. Ich selbst war natürlich begeistert, aber was hatte ich schon für Lebenserfahrungen? Ich war Jahrgang 1935. Mit 16, 17, 18 Jahren – da fand ich alles richtig und schick.
Der Fünfjahresplan sah vor: Bis Ende 1955 muß die Industrieproduktion im Verhältnis zum Jahr 1950 ein Ausmaß von 190 Prozent erreichen. Das war eine enorme Sache. Das bedeutete für die Betriebe eine ungeheure Erhöhung der Arbeitsproduktivität. Dazu wurden viele Methoden beschlossen:
• Veränderung der Arbeitsnormen. Das hieß: Weg von den bisherigen erfahrungsstatistischen Normen und hin zu technisch begründeten Arbeitsnormen.
• Einführung neuer Arbeitsmethoden;
• verstärkte Aktivistenbewegung;
• Massenwettbewerbe;
• Prämiensystem;
• Kampagne zur Einsparung aller Arten von Material;
• Senkung der Selbstkosten.
Viele Arbeiter standen diesen Maßnahmen skeptisch gegenüber. Und als FDJler und Parteimitglied hatte man Schwierigkeiten, diese Beschlüsse und Entscheidungen zu erläutern. Um Kampagnen oder wichtige Beschlüsse zu erläutern, wurden FDJler und Parteileute oft zeitweise vom normalen Arbeitsplatz freigestellt. Eine solche Freistellung sahen die Kollegen am Arbeitsplatz verständlicherweise nicht gerne, denn sie mußten ja meine Arbeit mitmachen.
Ich war damals im TRO (Transformatorenwerk Karl Liebknecht, ) tätig und mußte zum Agitieren in die Lehrwerkstatt, aber auch in andere Abteilungen. Einige Auseinandersetzungen, die die Unzufriedenheit der Arbeiter, auch mehrerer Parteigenossen hervorriefen, habe ich noch genau im Gedächtnis:
Die Hälfte der Kantine im TRO war für die Angestellten reserviert gewesen, die andere Hälfte für die Arbeiter aus der Produktion. Die Tische der Angestellten hatten weiße Tischdecken, die der Arbeiter waren wegen der oft beschmutzten Hände und Kleidung kahl. Arbeiter hatten sich darüber beschwert. Die Beschwerde hatte Erfolg. Alle Tische erhielten weiße Decken mit einer Glasplatte darüber. So war das Schmutzproblem gelöst und es gab auch keine Unterschiede mehr, jeder konnte sich hinsetzen, wo er wollte.
Im Zuge des Fünfjahresplanes forderte Walter Ulbricht plötzlich die “Schaffung besonderer Speiseräume” für die Intelligenz. Viele FDGB-Mitglieder und auch SED-Leute verstanden nun gar nichts mehr, denn da sollten nicht nur die besonderen Kantinen für die Intelligenz geschaffen werden, sondern ein ganzer Katalog von Privilegien für die Intelligenz wurde bekanntgegeben. Gegen die Zurverfügungstellung von kostenloser wissenschaftlicher Literatur, Entwicklungs- und Forschungsstätten, Laboratorien usw. war sicherlich nichts zu sagen, aber sehr wohl gegen die materiellen Privilegien, die nun die Intelligenz erhalten sollte: Gesonderte Gehaltsverträge; bessere, gesonderte Wohnungen, Prämienfonds, Ferienorte, Konsumläden wurden benannt, wo die Intelligenz mit Sonderausweisen Lebensmittel kaufen konnte und vieles mehr.
Es war nur allzu verständlich, daß Parteigenossen und Gewerkschafter das nicht verstanden. Gegen diesen ›Unverstand‹ kam die Weisung: “In allen Betriebsabteilungen unserer volkseigenen und ihnen gleichgestellten Betriebe, in allen Staats-, Wirtschafts- und Verwaltungsorganen müssen offen die Fragen des Verhältnisses der Arbeiterklasse zur Intelligenz besprochen und ein offener Kampf gegen das falsche Verhalten von Genossen oder Gewerkschaftsmitgliedern geführt werden.” – Was war wirklich falsch? Falsch war, daß in einem VEB-Betrieb das gesamte Konstruktionsbüro von der Prämienzahlung, die der Betrieb erhalten hatte, ausgeschlossen wurde mit der Begründung, das Konstruktionsbüro ist keine Produktionsstätte. Falsch war, daß Ingenieure und Wissenschaftler wegen ihrer meist bürgerlichen Vergangenheit als “Reaktionäre” abgestempelt wurden. Und ganz daneben ging es, als im TRO zwei Ingenieure auf die Straße gesetzt wurden, weil sie zwar “tüchtige Fachleute, aber ideologisch zurückgeblieben waren”.
Diese sektiererischen Fehler, die sicherlich nicht vereinzelt auftraten, berechtigten aber nicht, der Intelligenz besondere Privilegien einzuräumen und nicht die Argumente, man müsse die Intelligenz für den Fünfjahresplan anfeuern und sie mit diesen Privilegien halten. Ehrliche Kritik und Selbstkritik, kameradschaftliche Zusammenarbeit, Bezahlung der Leistung entsprechend, das wäre die Lösung gewesen. Dann hätte auch die Mobilisierung der Arbeiter größere Erfolge gehabt.
Die Privilegien waren nicht nur für die Technische Intelligenz gedacht. Auch höhere Parteifunktionäre, Gelehrte und Wissenschaftler, und vor allem Schriftsteller, Künstler und andere Kulturschaffende erhielten ebenfalls diese Privilegien. Ein Redakteur beispielsweise erhielt damals vor dem 17. Juni durchschnittlich 800,– Mark monatlich während ein Arbeiter ohne Prämie und Akkord mit 150,– Mark monatlich nach Hause ging. Selbst mit Prämien und hoher Normenerfüllung kam er nur auf höchstens 180,– Mark bis 200,– Mark monatlich. Die Schriftsteller wurden besonders gefördert. Ein Student der Literatur erhielt damals monatlich 800,– Mark Unterstützung. Neben hohen Grundgehältern erhielten die Kulturschaffenden auch noch Vorlesungshonorare, selbst für den billigsten Schund wie Kriminalromane die sich die Arbeiter auf Leseabenden anhören mußten. – Wen wunderte es da, daß immer mehr Arbeiter der DDR den Rücken kehrten?
Auseinandersetzungen innerhalb der Partei und Gewerkschaft gab es auch im Sommer 1952, als es um Aufgaben der Gewerkschaft ging, und wo man hinterher nicht mehr wußte, was nun eigentlich Trumpf war. Auf einer zentralen Gewerkschaftstagung wurde den Betriebsgewerkschaftsleitungen vorgeworfen, sie würden sich zuviel in die Angelegenheiten der Werksdirektoren einmischen. Die Direktoren seien in all ihren Handlungen von den Unterschriften der Betriebsgewerkschaften abhängig. Dieses ständige Dreinreden müsse aufhören. Die Rolle der Betriebsleitungen habe sich gewandelt. In der neue Periode dürfe man die Aufgaben der Betriebsleitung und der Gewerkschaft nicht mehr miteinander vermischen. Welche neue Periode gemeint war, wurde nicht gesagt. Die Betriebsgewerkschaftsleitung wurde aufgefordert, sich künftig nicht mehr so oft bei der Direktion “einzumischen”.
Die Gewerkschaftsfunktionäre im TRO empfanden das als mal hü, mal hott. Was war nun richtig? Früher gab es das Betriebsrätesystem. Die Betriebsräte hatte man 1948/50 aufgelöst, weil es neben diesen Räten die BGL gab und gerade sie im sozialistischen Staat mehr mit einbezogen werden sollte in Entscheidungen und Maßnahmen der Werksleitungen, in Pläne für die Betriebe, für die Arbeiter, die Arbeitswelt. Keiner kam mit dem mehr klar, was nun wieder gesagt wurde.
Es ist sicherlich interessant, wenn diese Entscheidungen und Maßnahmen, die damals in Bezug auf die Kompetenzen der Werksdirektoren und der Gewerkschaften getroffen wurden, heute einmal analysiert werden würden.
Auch mit der verstärkten Aktivistenbewegung war das so eine Sache. Als Hauptaufgabe der Gewerkschaften wurde ausgegeben die Hennecke-Bewegung zielbewußter durchzuführen und zu fördern, um dadurch die Arbeitsproduktivität erheblich zu erhöhen. Dazu wurde extra eine Hennecke-Aktivistenkonferenz durchgeführt. Auf Hennecke waren aber viele Arbeiter nicht gut zu sprechen, und die Gewerkschaft hatte es schwer, über Hennecke-Tage zu diskutieren, geschweige denn, sie vorzuschlagen oder durchzuführen. Adolf Hennecke war ein Aktivist, ein Hauer im Steinkohlenrevier, der am 13. Oktober 1948 eine Tagesnorm von 387 Prozent erreicht hatte, ein Pensum von 30 Tonnen Steinkohle. Adolf Hennecke wurde 1949 dafür mit dem Nationalpreis (der mit Geld verbunden ist) ausgezeichnet, er wurde Mitglied des ZK der SED und Mitglied der Volkskammer der DDR, Held der Arbeit und Verdienter Bergmann.
Adolf Hennecke wurde oft mit Stachanow, einem Hauer im Donezbecken, der 1935 in der UdSSR an einem Tag 102 Tonnen Steinkohle förderte, verglichen. Doch gab es einen großen Unterschied zwischen Hennecke und Stachanow, über den damals nicht gern gesprochen wurde: Alexej Stachanow förderte die 102 Tonnen während einer Schicht aufgrund verbesserter Arbeitsorganisation und Technisierung. Adolf Hennecke schaffte seine Leistung, die fraglos anzuerkennen ist, allein mit seiner körperlichen Kraft. Diese Spitzenleistung diente als Anlaß zur Auslösung der Hennecke-Aktivistenbewegung. Das ununterbrochene Trommeln jedoch, ständig Hennecke-Tage durchzuführen, ging den Arbeitern auf die Nerven. Zumal man von Adolf Hennecke künftig nur noch hörte, wenn er wieder einmal ins befreundete Ausland abgereist war, denn inzwischen war er nämlich längst Abteilungsleiter im Ministerium für Kohle und Energie geworden.
Im TRO erlebte ich auch erste Erscheinungen von Schiebung und Korruption. In der DDR gab es damals noch wenig Textilien und Lederwaren zu kaufen. Eines Tages kam aus der Tschechoslowakei eine größere Sendung von Schuhen für die Werktätigen. Als die Schuhe da waren, ging alles recht geheimnisvoll zu. Zuerst kamen die Frauen der Direktoren dran, obwohl sie gar kein Recht auf diese Schuhe hatten, denn sie waren keine Betriebsangehörigen. Dann bekamen die Sekretärinnen ihre Schuhe. Ein Teil ging an den Parteisekretär, ein anderer Teil an das BGL-Büro. Der Rest wurde an die Betriebsarbeiter verteilt. Die Art dieser Verteilung löste Mißstimmung aus, aber niemand äußerte sie sehr laut.
Im Spätsommer 1952 wurde eine Kampagne durchgeführt, um die Volkspolizei, die noch sehr jung war, zu stärken. Es war für viele Parteimitglieder selbstverständlich, sich zu melden. So ging auch ich zur Volkspolizei. Ich wurde in Berlin-Oberschöneweide eingesetzt. Und hier erlebte ich wieder merkwürdige Praktiken. Die Menschen, die 1952 in den Westen gingen, waren im Gegensatz zu späteren Fluchtbewegungen meistens Menschen aus überwiegend kleinbürgerlichen Verhältnissen: Ärzte, Handwerker, Großbauern, Technokraten. Wer das Verlassen ihrer Wohnungen, Werkstätten, Praxen usw. zuerst bemerkte, wer die Volkspolizei. Oft wurde die Polizei durch die Bevölkerung benachrichtigt, manchmal kamen von den Besitzern auch selbst Briefe, nachdem sie die Wohnung usw. verlassen hatten. In den meisten Wohnungen war Inventar hinterlassen worden, manche schlugen es vorher kaputt oder machten es auf andere Weise unbrauchbar. Diese Wohnungen und Häuser wurden dann, bis die Sache behördlich geregelt war, von der Volkspolizei versiegelt. Es ist in dieser Zeit häufiger vorgekommen, daß die Abschnittbevollmächtigten, die ABV, (das waren die Polizisten, die in den Straßen Streife liefen und einen bestimmten Abschnitt zu betreuen hatten), im guten Einvernehmen mit ihrem Revierleiter sich einen Teil der Möbel aneigneten. Sie hatten auch häufiger die Finger darauf, wer in diese Häuser – oft waren es Villen – einziehen durfte. Natürlich solche, die sich erkenntlich zeigten. Auch wenn ab und zu solche Fälle bestraft wurden und die Presse darüber berichtete, so wurde doch keine Kampagne gegen solche Erscheinungen geführt, geschweige denn, daß man die Bevölkerung, vor allem die Arbeiterklasse zum Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft mobilisierte.
Und es gab hunderte anderer Erscheinungen: Arroganz und Überheblichkeit der Parteifunktionäre, Streber- und Kriechertum, Kopfnicker und Ja-Sagen, Befehlsempfänger, Aufgeblasenheit und Verschleierung von Fehlern. Es wurde beschönigt und gelobhudelt. Waren schwerwiegende Fehler von Parteifunktionären wirklich nicht mehr zu verdecken, so wurden sie weggelobt, auf Parteischulen abgeschoben oder erhielten andere Posten. Sie fielen immer nach oben. All das brachte der Wirtschaft viel Schaden. Nur selten kamen Bürokratie und Mißwirtschaft ans Tageslicht, wie diese: In der LOWA-Görlitz herrschte großer Unwille unter den Arbeitern, weil dort achtzehnmal die Planauflage geändert wurde. Oder: Die Landesregierung Brandenburg versandte in 14 Monaten insgesamt 2959 Rundschreiben an die Landräte und Bürgermeister, das heißt pro Tag 81/2 Rundschreiben. Wer sollte das lesen und weiter verarbeiten?
Das alles blieb den Arbeitern nicht verborgen. Aber sie wußten keinen Ausweg, es zu ändern. Viele glaubten noch an Anfangsschwierigkeiten in der Aufbauphase. Daß es keine Anfangsschwierigkeiten waren, sondern daß es um prinzipielle Dinge ging, merkten die meisten Arbeiter kurz vor dem 17. Juni, als die DDR-Regierung auf administrativem Weg, ohne die Arbeiter in einer Kampagne vorher darüber zu befragen, die Betriebe zwingen wollte, die Arbeitsnormen um 10 Prozent zu erhöhen. Dieser Fehler wurde von den Agentenorganisationen sofort ausgenutzt, um ihre Provokation, den Tag X, den sie schon lange vorbereitet hatten, zu starten.

Der Tag “X”
Ich arbeitete zu diesem Zeitpunkt im Betrieb Kabelwerk Oberspree, auch KWO genannt, ebenfalls in Berlin-Oberschöneweide gelegen. Bei der Volkspolizei mußte ich aufhören, weil mein Vater die DDR wie viele andere verlassen hatte und bei der Volkspolizei keine beschäftigt werden durften, deren Angehörige “republikflüchtig” waren. Mein Vater, Arbeiter im TRO, war nie Antikommunist, aber auch kein Anhänger der DDR gewesen. Er hatte aber auch nichts dagegen, daß ich mich aktiv und begeistert für den Aufbau des Sozialismus einsetzte. Doch Mißstände und Dinge, die ihm nicht gefielen, kritisierte er offen. Er wurde verhaftet und wegen seiner schweren Kriegsverletzung wieder frei gelassen. Woche für Woche wurde er jedoch aufgefordert, zum Verhör zu erscheinen. Er zog die Konsequenz und ging nach Westberlin.
Im KWO war ich in der Thälmann-Brigade. Wir arbeiteten an Spritzmaschinen, die um Draht eine Isoliermasse legten, der dann auf Kabeltrommeln aufgerollt wurde. In der Brigade arbeiteten fünf Kollegen, drei an Maschinen, ein Materialzubringer, der Brigadier, der das Endprodukt kontrollierte. Wir arbeiteten in zwei Schichten. Unsere Brigade fuhr immer 20 bis 30 Prozent über die Norm, an manchen Tagen, wenn das Material gut war und es keinen Ausschuß gab, sogar 70 bis 80 Prozent. Um auf eine gute Prämie zu kommen, einigten wir uns manchmal und arbeiteten in der Nachmittagsschicht #1/2# Stunde länger.
Unsere Brigade schien eine fortschrittliche Brigade zu sein, denn von den fünf Kollegen waren zwei in der SED und einer in der FDJ. Trotzdem gab es, als die Meister mit den Brigadiers über die neue Normerhöhung sprachen, bei uns helle Aufregung. Immerhin hatten wir zum 1. Mai freiwillig die Normen erheblich übererfüllt. Diese spontane Erregung legte sich jedoch schnell wieder, denn bei genauer Überlegung war es für unsere Brigade keine sehr große Anstrengung. Was zurückblieb, war der Ärger über die Art und Weise, wie der Beschluß über die Normenerhöhung zustande kam, das paßte uns nicht. Der Beschluß war schon Ende Mai für die gesamten Industrie betriebe im Zuge das “Neuen Kurses” gefaßt worden. Dar “Neue Kurs” sah die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Bevölkerung vor. Wir im KWO, in unserer Brigade hörten von dem Beschluß erst einige Tage vor dem 17. Juni. Vorher war zwar Gemurmel da, aber nichts Offizielles. Das empfanden wir als Hintergehen, als Heimlichkeit und Unehrlichkeit. Und so war es ja auch. Bei dieser Normenerhöhung war nichts von der Diktatur der Arbeiterklasse zu spüren. Sie wurde nicht befragt und um ihre Vorschläge gebeten. Das war es, was einen Teil der Arbeiter so in Empörung versetzte. Waren zudem noch Meister, Brigadiere oder Parteigenossen, mit denen über die Normerhöhung diskutiert wurde oder die sie sogar mit durchsetzen sollten, noch unbeliebt, so kam es schon hier und da zu Protestaktionen.
Und es war nicht nur die geplante Normenerhöhung, die die Unzufriedenheit der Arbeiter wachsen ließ, besonders empörte es sie, daß, während man ihnen zumutete, für das gleiche Geld mehr zu arbeiten, die Gehälter der Bürokraten, der Technischen Intelligenz, der Funktionäre, Direktoren und bürgerlichen Experten nicht gesenkt, sondern sogar noch erhöht wurden. All das zusammen machte es dem CIA leicht, jetzt den Tag X auszurufen, auf den er solange gewartet hatte. Die Rücknahme der geplanten Normenerhöhung am 16. Juni kam da zu spät.
Unsere Brigade hatte beschlossen, die Normenerhöhung durchzuführen. Außer dem Materialzubringer waren wir anderen vier damit einverstanden. Die Parteigenossen sollten jedoch auf der nächsten Zusammenkunft mit der Parteileitung gegen die Art und Weise, wie dieser Beschluß zustandegekommen war, protestieren. Doch dazu kam es nicht mehr.

16. Juni – Demonstrationen in der Stalinallee
Am 16. Juni wurde in unserer Brigade und darüber hinaus in der gesamten Abteilung darüber gesprochen, daß Bauarbeiter auf der Stalinallee gegen die Normenerhöhung in Form einer Demonstration protestiert hätten. Das schien uns noch keine weltbewegende Sache zu sein, denn es war nicht von anderen Betrieben die Rede. Die Bauarbeiter auf der Stalinallee waren nicht unbedarft. Hier sammelten sich des öfteren Gruppen und diskutierten und nicht selten wurden sie provoziert, denn es war ja einfach, auch für Westberliner undurchsichtige Elemente, auf offenen Baustellen, die jeder betreten konnte, Arbeiter anzusprechen. Wir nahmen die Sache nicht so ganz ernst.
Nach der Pause der Nachmittagsschicht – das muß so zwischen 18 und 19 Uhr gewesen sein – wurde die Sache schon brenzliger. Als wir aus dem kleinen Kantinenraum der Abteilung an unseren Arbeitsplatz zurückkamen, fand der Brigadier auf seinem kleinen Schreibpult einen Handzettel mit der Parole “Nieder mit den Normen. Streikt” Später wurde vermutet, daß er selbst diesen Handzettel dort hingelegt hätte, um einen Anlaß zur Diskussion zu haben. Der Brigadier versuchte, mit uns darüber zu diskutieren, aber es kam keine Diskussion zustande, da wir als Parteigenossen und auch die FDJlerin nichts wußten und erst Kontakte zur Parteileitung aufnehmen wollten.
Das war am späten Abend in der zweiten Schicht schlecht möglich. Der Brigadier gab diesen Handzettel dann dem diensttuenden Meister in der Abteilung. Am späten Abend, kurz vor Schichtende, kamen Parteigenossen durch den Betrieb und gaben die Anweisung, daß sich die Parteigenossen alle am nächsten Morgen im Parteibüro zu melden hätten. Aber in der Nacht noch wurden Parteigenossen und fortschrittliche Arbeiter mobilisiert, um eine sogenannte Arbeiterwehr zu bilden. Dies geschah, wie ich später hörte, in einer ganzen Reihe von Betrieben.
Am 17. Juni meldeten wir uns im Parteibüro. Die Partei informierte uns, daß gegen die Normenerhöhung in der Innenstadt Demonstrationen stattgefunden hätten und am frühen Morgen des 17. Juni auch andere Provokationen wie Plünderungen von Lebensmittelläden (HO-Läden), Zerstörungen von Partei- und Gewerkschaftsbüros u.ä. vorgekommen waren. Im KWO, unserem Betrieb, waren in mehreren Abteilungen die bereits genannten Handzettel aufgefunden worden, auf Arbeitsplätzen, an schwarzen Brettern. Einzelne Provokateure waren durch den Betrieb gezogen und hatten die Arbeiter zum Streik aufgefordert. Ein Teil der Kollegen hatte daraufhin den Betrieb verlassen und sich so der Arbeitsniederlegung angeschlossen. Einige waren gar nicht zur Arbeit gekommen, denn der Rias hatte pausenlos Aufrufe und Appelle gegen die DDR-Regierung verbreitet, zum Streik aufgefordert und wilde Gerüchte in die Welt gesetzt. Dadurch waren einige Arbeiter verängstigt und blieben bei ihren Familien zu Hause. in einer ganzen Reihe von Abteilungen wurde jedoch voll gearbeitet.
Auch unser Brigadier und der Materialzubringer waren nicht zur Arbeit erschienen. Wie sich später durch Untersuchungen herausstellte, hatte der Materialzubringer enge Verbindungen zum CIA, der Brigadier hatte jahrelang in Westberlin Schwarzarbeit verrichtet und war nun endgültig mit seiner Familie in den “goldenen Westen” getürmt.
Die Parteigenossen, die sich im Parteibüro zu melden hatten, erhielten verschiedene Aufgaben. Es wurden Rundgänge durch den Betrieb organisiert, Posten für die Betriebstore gebraucht, Posten rund um das Betriebsgelände aufgestellt, Kuriere, die zu den Posten Kontakt hielten und anderes mehr. Die Betriebstore waren geschlossen worden. Eine kleine, schmale Pforte war geöffnet. Hier konnten Kollegen, sofern sie zum Betrieb gehörten, rein- und rausgehen. Die, die reingingen, wurden bis zu ihrem Arbeitsplatz begleitet, die, die rausgingen, konnten ungehindert das Tor passieren. Es war Anweisung gegeben worden, sich nicht provozieren zu lassen und auch nicht mit den Demonstrierenden zu diskutieren.

Provokateure werden festgenommen
Während wir am 17. Juni vormittags noch beim Verteilen der Aufgaben waren, erhielt die Partei im KWO einen Anruf, daß Arbeiter aus Köpenicker Betrieben die Arbeit niedergelegt und sich in einem Demonstrationszug zusammengeschlossen hätten, der aus Köpenick über Oberschöneweide in Richtung Innenstadt demonstrieren würde. In Oberschöneweide lagen mehrere Großbetriebe, wo sie vorbeimarschieren mußten. Die Partei im KWO war so vorgewarnt. Es erfolgte nun die Anweisung, daß sich einzelne Genossen und FDJler, nach Möglichkeit in Blauhemden und mit Parteiabzeichen, an den Straßenrand vor den Werkstoren zu stellen hatten, um so Geschlossenheit zu demonstrieren. So standen wir, als der Zug am Betrieb KWO vorbeikam, drei junge Genossen im Blauhemd, ältere Parteigenossen in Windjacken und mit Parteiabzeichen, direkt an der Bordsteinkante. Vor dem Betriebstor hatten sich noch andere Parteigenossen aufgestellt. Es war ein Block von mehreren hundert Arbeitern, der uns entgegenkam. Die vorderen Reihen riefen Parolen wie “Nieder mit der Regierung”, “Nieder mit den Normen”, “Wir wollen freie Wahlen” und ähnliche. In den ersten Reihen wie auch an den Seiten marschierten eindeutig Provokateure und Drahtzieher. Sie stürzten sich auf uns und versuchten, uns die Blauhemden und die Abzeichen runterzureißen. Doch in dem Moment stürzten aus der Pförtnerloge und aus den Reihen der Genossen, die vordem Betriebstor standen, viele Genossen, ergriffen die Provokateure und zerrten sie in den Betrieb. Sie wurden in Gewahrsam genommen und später abtransportiert. Die Demonstranten kümmerten sich jedoch nicht weiter um die, die in den Betrieb gezerrt wurden, sondern marschierten in Richtung Innenstadt werter.
Ab mittags wurde dann durch den sowjetischen Militärkommandanten über Ostberlin der Ausnahmezustand verhängt. Der Befehl lautete:
Befehl
des Militärkommandanten des sowjetischen Sektors von Berlin
Für die Herbeiführung einer festen öffentlichen Ordnung im sowjetischen Sektor von Berlin wird befohlen:
1. Ab 13.00 Uhr des 17. Juni 1953 wird im sowjetischen Sektor von Berlin der Ausnahmezustand verhängt.
2. Alle Demonstrationen, Versammlungen, Kundgebungen und sonstigen Menschenansammlungen über drei Personen werden auf Straßen und Plätzen wie auch in öffentlichen Gebäuden verboten.
3. Jeglicher Verkehr von Fußgängern und der Verkehr von Kraftfahrzeugen wird von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens verboten.
4. Diejenigen, die gegen diesen Befehl verstoßen, werden nach den Kriegsgesetzen bestraft.
Berlin, d. 17. Juni 1953
Militärkommandant des sowjetischen Sektors von Berlin
Generalmajor Dibrowa
Nachdem die Rote Armee eingegriffen hatte, beruhigte sich die Lage ziemlich schnell. Nach und nach kamen die Kollegen wieder in den Betrieb. War es am nächsten Tag noch ein erheblicher Teil, der zu Hause geblieben war und die Lage noch erst abwarten wollte, so erschienen sie in den Tagen danach wieder vollzählig, bis auf die, die sich nach Westberlin abgesetzt hatten. Die Kontrollen durch die Partei, durch die Arbeiterwehr, durch die Volkspolizisten, die Rundgänge im Betrieb wurden noch für eine gewisse Zeit aufrechterhalten.
Ähnlich wie hier dargestellt, hat sich der 17. Juni in mehreren Berliner Betrieben abgespielt. Am Postdamer Platz, in der Stalinallee und am Alexanderplatz waren die Ausschreitungen erheblicher. Neben Plünderungen, Brandstiftungen, dem Herunterreißen von roten Fahnen, den Zerstörungen von Parteibüros, von Verkehrseinrichtungen etc, hat es an der Grenze zu Westberlin leider Tote gegeben. Aber wessen Schuld war das?
Die Hintermänner der faschistischen Provokation waren die imperialistischen Kräfte in Westdeutschland, die die sozialistischen Errungenschaften wieder rückgängig machen, die den Krupp, Flick und anderen Konzernherren ihr “Eigentum” wieder zurückgeben wollten. Es war kein Zufall, daß kurz vor dem 17. Juni an den Börsen die Aktien der sogenannten “Ostwerte” um eine ganze Reihe von Punkten emporkletterten. Die Konzernherren wußten, daß der “Tag X” bevorstand. Es war auch kein Zufall, daß unmittelbar nach dem Scheitern der Provokation Adenauer und Konsorten große Trauerfeiern veranstalteten und Unternehmerverbände Hunderttausende von Mark für die sogenannten Opfer des Putsches zur Verfügung stellten.

Eine Kluft zwischen dar Partei und den Massen
Es kann aber ebenso kein Zweifel darüber bestehen, daß in der DDR am 17. Juni eine Kluft zwischen Partei und Regierung einerseits und den werktätigen Massen andererseits vorhanden war, die nach dem 17. Juni noch vergrößert wurde.
Die große Mehrheit der Arbeiter der DDR hatte sich nicht provozieren lassen, hatte die Arbeit nicht niedergelegt. Insgesamt waren es sechs Prozent der fünf Millionen Arbeiter und Angestellten. Viele haben sich auch nur stundenweise beteiligt. Die große Mehrheit stand trotz der enormen Hetze, der Agentenarbeit und faschistischen Provokationen, trotz ihrer schweren Lage hinter ihrem sozialistischen Staat. Und auch von den 300.000, die da demonstrierten und streikten, war nur ein verschwindend geringer Teil reaktionär und gegen den Sozialismus eingestellt. Sie waren ganz einfach zu Recht empört.
Um so unverschämter und heuchlerischer war es, als sich Herbert Wamke, ZK-Mitglied der SED, Vorsitzender des FDGB, im August 1953 auf dem FDGB-Kongreß hinstellte und zum 17. Juni folgendermaßen Stellung bezog: “Auch Hitler gelang es bekanntlich, gewisse rückständige Schichten der Arbeiterklasse für sich zu gewinnen”. Oder “Die Werktätigen, die am 17. Juni demonstrierten und sich an Arbeitsniederlegungen beteiligten, sind auch der internationalen Arbeiterklasse in den Rücken gefallen”.
Voller Zynismus schlug auch Kurt Barthel, genannt Kuba, Paradepferd unter den DDR-Schriftstellern und damals Sekretär des Schriftstellerverbandes, die gleichen Töne wie die Gewerkschaft gegen die Arbeiter an. In einem Artikel an die Bauarbeiter der Stalinallee schrieb er: “Ihr zogt in schlechter Gesellschaft durch die Stadt. Ihr zogt mit dem Gesindel, das, von den großen Weltbrandstiftern gedungen, schon die Benzinflasche in der Tasche trug, mittels denen sie morgen eure Baugerüste anzünden würden. Das wolltet ihr nicht. Aber als es geschah, ließt ihr es zu …”
“Als wenn man mit der flachen Hand ein wenig Staub vom Jackett putzt, fegte die Sowjetarmee die Stadt rein. Ihr aber dürft wie gute Kinder um neun Uhr abends schlafen gehen. Für euch und den Frieden der Welt wachen die Sowjetarmee und die Kameraden der Deutschen Volkspolizei. Schämt ihr euch auch so, wie ich mich schäme? Da werdet ihr sehr viel und sehr gut mauem und künftig auch sehr klug handeln müssen, ehe euch diese Schmach vergessen wird. Zerstörte Häuser reparieren, das ist leicht. Zerstörtes Vertrauen wieder aufrichten ist sehr, sehr schwer.”
Was heißt das? Wieder einmal hat die Arbeiterklasse schuld. Nicht die Fehler der Regierung, nicht die Fehler der Partei haben zu den Protesten beigetragen, nicht Bürokratismus, nicht Schlendrian, nicht Korruption und Bestechung riefen schlechte Versorgung und Empörung hervor, sondern die Arbeiterklasse hat sich diese Misere selbst in die Schuhe zu schieben. Kein Wort der Selbstkritik, kein Wort zu den eigenen Fehlern, keine Taten.
Denn Taten, das hätte Säuberung der Partei bedeutet, die Säuberung von Karrieristen und Bürokraten, hätte die Anhörung der Kritiken bedeutet, der Kritiken der Arbeiterklasse, hätte die selbstkritische Stellungnahme zu den eigenen Fehlern erfordert. Nichts in dieser Richtung wurde verbessert. Stattdessen wurden die Kritiken der Basis mehr denn je unterdrückt, wurden Arbeiter, die es nur wagten, Bürokratismus und Korruption aufzudecken, als Agenten und Provokateure, als “Anhänger des faschistischen Putsches vorn 17. Juni” verschrieen. Agent – da wurde nach dem 17. Juni so ungefähr jeder verdächtigt. Das Mißtrauen wuchs, untereinander in der Partei und außerhalb. Und viele Parteileute benahmen sich nach dem 17. Juni gegenüber den Arbeitern wie Kuba: arrogant und zynisch. Und es war wirklich so: Trug man das Blauhemd oder das Parteiabzeichen, hatte man Macht. Das Verhältnis zwischen der Partei und den Arbeitern wurde nicht besser. Im Gegenteil. Tauchte man irgendwo mit dem Blauhemd oder dem Parteiabzeichen zwecks Agitation im Betrieb auf, machten viele Arbeiter einen Bogen oder verhielten sich im Gespräch äußerst zurückhaltend. In der Brigade bekamen wir zwei Parteigenossen auch oft Schwierigkeiten und wurden scheel angesehen, denn immer mehr riß es ein, daß wir von der Arbeit freigestellt wurden, um für die Partei oder für die FDJ Arbeiten zu verrichten oder an Konferenzen teilzunehmen oder anderes.
Bei all diesen Zuständen war es kein Wunder, daß in der Folge, besonders in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre, immer mehr Arbeiter die DDR verließen.
Das, was den Konzernherren und Großgrundbesitzern 1953 durch die Inszenierung ihres faschistischen Putsches nicht gelang, die DDR in einen kapitalistischen Ausbeuterstaat zurückzuverwandeln, wurde Jahre später durch die revisionistische Politik der Ulbricht-Regierung selber erreicht: die erste Diktatur des Proletariats, der erste Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden gehört der Vergangenheit an.
Bertolt Brecht, der bekannte kommunistische Schriftsteller, schrieb zum 17. Juni 1953 ein kleines Gedicht:
Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär
des Schriftstellerverbandes
In der Stalinallee
Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war,
daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung
verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte
Arbeit
Zurückerobern könne. Wäre es da Nicht einfacher, die Regierung Löste das Volk auf und Wählte ein anderes?

WA

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Ovenstående artikel blev første gang offentliggjort i Roter Morgen, organ for KPD, Tysklands Kommunistiske Parti.
Forfatteren giver et både øjebliksbillede- og overblik over det første forsøg på at opbygge socialismen på tysk jord. Hun beskriver det Vest-tyske bourgeoisie´s manøvrer for at underminere og sabotere den socialistiske opbygning, ligesom den bureaucratic policies of the revisionists in the DDR, which progressively alienated the workers from the government. These culminated in the events of June 17.

As Aust states at the beginning of her article, her description is not meant to be a comprehensive analysis of that period. She does not, for example, explain the changes in the relations of production that occurred as the revisionists consolidated their positions in the leadership of the GDR. Nor does she discuss how the revisionist elements who took over the leadership of the Soviet Union after Stalin’s death in March of 1953, and apparently Beria in particular, influenced the new policies of the GDR leadership in the months leading up to June 17.

Til trods for disse begrænsninger , giver artiklen alligevel et værdifuldt bidrag til en forståelse for de årsager der førte til den kontrarevolutionære juni-opstand i Øst-Berlin – set fra arbejderklassens og de revolutionære kommunisters position –

Læs videre i DEL II

ENGELSK (oversat af KPD)

50 years ago: June 17, 1953
The People Had Forfeited the Confidence of the Government
On the 50th anniversary of the so-called “People’s Uprising” of June 17, 1953, the press and politicians fell head over heels with self-praise and anti-communist smear campaigns.
We are publishing here an article of Comrade Waltraud Aust [wife of then KPD leader Ernst Aust] that first appeared in 1983 in the theoretical organ of the KPD at that time, “Kommunistische Hefte” [“Communist Notebooks”]. Waltraud Aust herself lived through June 17. Her presentation provides a lively picture of the events of that time.
“Write us about your experiences of June 17 and how it came to that. After all you were there at that time,” said the editor of “Kommunistische Hefte.”

Yes, what was the concrete situation on June 17 and before that, in Jena, East Berlin, Magdeburg, Leuna or Bitterfeld? What were the reasons that, in these cities and many other towns of the GDR {German Democratic Republic], although not the masses, still over 300,000 of the five million workers and employees took part in strikes, actions and protest demonstrations? I was living in East Berlin then, I was 18 old and had been politically educated in the GDR, in the Young Pioneers, the FDJ [Free German Youth], the Volkspolizei {People’s Police], the SED {Socialist Unity Party of Germany]. Without a claim to total understanding, I could try, on the basis of my own experiences in East Berlin, to describe the situation there before and during June 17.
The objective situation
What was it like in the GDR, when it was still a socialist country on which the hopes of not only the working people in West Germany but also all of Europe were pinned? The property of the war criminals had been confiscated; the monopolies had been completely eliminated. The means of transportation, the banks, 70 percent of industry had been socialized. The land reform had already begun in the fall of 1946. 7,000 landed properties and 3,000 estates had been expropriated. Two million hectares of land had been distributed to 500,000 landless and land-poor farmers and 1,000 people’s own farms had been established. These were all measures that had been agreed upon in the Potsdam Accords and were a good start for the construction of socialism.
The splitting policy of the American and the British occupation powers, which proclaimed the formation of the Bonn Republic in September 1949, led to the foundation of the GDR in October 1949. This step was welcomed by many people. It was a new beginning in the history of the German workers’ movement, that for the first time the workers held power.
The years after the war were hard ones for the GDR. The fascists, retreating before the Red Army, had destroyed industrial plants, transportation lines and factories. The Americans dropped bombs on Leuna and other enterprises in the face of the advance of the Red Army. The imperialists had transferred industrial plants, blue prints and even personnel from the GDR to the West. The fact that the imperialists had cut off the Ruhr district and the Saar from the GDR, which had no heavy industry of its own, was a heavy blow for the GDR.
The GDR had to build up its own enterprises from the ruins, from nothing. And not only enterprises. Many local problems had to be solved: schools, authorities and administrations had to be set up. Who would lead, teach, plan and organize? There were not yet any specialists trained in the socialist planned economy. The GDR had to rely primarily on the existing bourgeois technical intelligentsia. Leading was also difficult politically. Only a few Communists and revolutionary Social-Democrats had survived the fascist persecution. Most cadres of the KPD [Communist party of Germany] and SPD [Social-Democratic Party of Germany] had been murdered by the Nazis in concentration camps and prisons. Thus many others progressive people had to take up tasks, even if they were not ideologically trained or they were still very young. Students from the so-called anti-fascist schools were put in many positions. Former German soldiers had attended anti-fascist schools in the prisoner of war camps in the Soviet Union. Most of them did not join the anti-fascist schools out of conviction, but for opportunist reasons, such as not having to work, getting more to eat, or to be released earlier. Many of these anti-fascist students in their later positions turned into careerists and Party bosses.
Right after the division of Germany by the Western powers, the J.V. Stalin Steel Works was constructed near Frankfurt on the Oder. The first blast furnace was fired up in 1951. In the same year the Iron Works West on the Saale was built. Big shipyards were built in Stralsund, Wismar and Warnemünde. New rolling mills were constructed in Risa, Henningsdorf, the Max Works. The textile and light industry was reestablished; brown coal mining was started again. Despite many bottlenecks in all areas, despite the bad food situation – the rations on the food cards were so limited, that each day an extra lunch had to be provided for 1½ million workers – things picked up. A large part of the population took an energetic part in construction and also in political life. The first German People’s Congress took place at the end of 1947 under the slogan “For Unity and a Just Peace” and the subsequent People’s Congress movement involved almost the whole population. In the enterprises, cities and towns in the Soviet occupation zone, permanent committees of the People’s Congress movement were formed. The co-operation in these committees, the discussions in the assemblies and the participation were lively and active. I remember conversations at home and in my neighborhood in which the new developments were discussed in a positive way, while shortly after the war people were still very skeptical. The majority of the population took part in campaigns and events. For example, the accommodation and provision for about 2 million guests in East Berlin in 1951 on the occasion of the World Festival of Youth and Students was a tremendous achievement. Here one could see quite clearly that the East Berlin population at that time showed widespread solidarity of with their socialist state. Hundreds of thousands took in the young guests, despite their own limited living quarters. The population also took active part in political campaigns, such as the struggle for the conclusion of a German peace treaty. This was extremely advantageous for the young GDR, since the people had not made a revolution, but had rather been liberated. So how could it happen that two years later, on June 17, 1953, at least some of those who were at that time still for the construction of socialism could let themselves be misused by the counterrevolution?
Berlin
June 17 must be seen in connection with the particular situation in Berlin. The city had been divided by the occupation powers into four sectors: English, French, American and Soviet. It was occupied by the different troops. It was a city in which, in the three Western sectors, West Berlin, the capitalist political representatives ruled – in close connection with the company owners, the large landlords and the monopolists who had moved to West Germany shortly before the end of the war. On the other side, in East Berlin under Soviet administration, the working class and working people were building socialism independently and under the most difficult conditions, with great privations and sacrifices.
From the first day of the defeat of fascism on, the political representatives of the large landlords and company owners, such as, for example, in West Germany Adenauer, Kaiser and Blank, worked to regain possession of the VEBs [People’s Own Enterprises, the state enterprises of the GDR – translator’s note] and the confiscated lands. For them East Berlin seemed to be a suitable point of entry. At that time one could easily go unhindered at any time from the American, French or English sector to the Soviet sector, that is, to East Berlin. There was no “wall”; one did not need a passport. There were only occasional identity checks. The continuous reconstruction of the enterprises and agriculture, the success in the building of a heavy industry and other positive developments were a thorn in the eye to the Western imperialists. The GDR population had fulfilled the Two Year Plan ahead of schedule. Now it was a matter of the first Five Year Plan, which would bring an enormous advance on all levels from 1951 to 1955. Just as the second [first – translator’s note] Five Year Plan of the Soviet Union in 1929 made imperialism tremble and was even one element in the crash of the New York Stock Exchange [i.e. the Soviet Union’s success in the Five Year Plan was one element exposing the all-around crisis of capitalism, which was the cause of the crash – translator’s note], so the first Five Year Plan in the GDR now shook the imperialists to the core. From now on it was necessary to interfere with the intensified construction in the GDR. They could not tolerate a socialist country. For this they used West Berlin.
Through recruitment of agents and provocateurs, “RIAS” [Radio Station of the American Sector] smear campaigns and lies, bribery and corruption, they tried to stir up and win influence among the East Berlin population from West Berlin. Once the various intelligence services and organizations of agents from Bonn won East Berlin citizens to their purposes, they would then send them from East Berlin into the GDR, to Mecklenburg, Saxony, and so on, since they didn’t need any travel permit. There they would carry on subversive activities against the GDR and its socialist construction. But there were also other difficulties. There was the big problem of the so-called fraudulent exchange rate: Western money was being exchanged at 1 to 5, 1 to 6, 1 to 7 and even sometimes at 1 to 8 against Eastern money. Quite a few East Berliners were at that time working legally in West Berlin, and they earned part of their salary in East marks and part in West marks. The Western money was exchanged at the prevailing rate, and in East Berlin one could live well on that. Apprenticeships were still rare in East Berlin; also in West Berlin. But they preferred to employ East Berlin boys and girls as apprentices in West Berlin. Other East Berliners moonlighted on weekends in West Berlin. These were primarily skilled workers, who were needed there. Also many West Berliners exchanged their money into Eastern money, went to East Berlin to buy whatever could be purchased without ration cards. Many families in East Berlin, especially in the outskirts, had chickens and small livestock.
Eggs and often rabbits were sold in West Berlin markets for Western money; this was then exchanged and brought back to East Berlin. And not only this. In the fall of 1952, for example, in the district of Cöpenick a hundredweight of meat and sausages was confiscated from some East Berlin families, who had came from Mecklenburg farms to sell this in West Berlin. And that was just one example out of many.
West Berlin was a show window of the West. Many goods were basically cheaper there than in West Germany. The price difference was born by the West German working people through taxes. In order to get hold of Western money, some criminal elements went so far as to steal copper and other valuable metals from public institutions in East Berlin and eventually to sell them in West Berlin. From 1951 acts of sabotage and theft in the VEBs increased to a considerable degree.

Agenter og provokatører

Such black marketeering led to a considerable weakening of the economy in East Berlin and the whole GDR. There were also the organized smear campaigns broadcast by RIAS and the agitation pamphlets and flyers distributed in mass by the American CIA and other organizations of agents calling for sabotage against the GDR economy, the overthrow of the government and anticommunist smear campaign. Axel Springer was already in existence, even though in the beginning it was not a publishing house in the accustomed meaning of the term. Its firm place in newspapers and periodicals was assigned by the bourgeoisie: Agitation, lies, slander against communism, violent, primitive and unrestrained.
The personal and direct recruitment of agents and provocateurs also played a big role. Such recruitment was especially attempted among the youths. In East Berlin dance halls and restaurants there were many West Berlin agents. They gave away free tickets to movie theaters in West Berlin or invitations to other West Berlin amusements. Many visiting youths, who were still apprentices and did not have much money, did not reject such offers. Of course, not everyone became an agent or a spy, but it was an easy way to find receptive people and to make others insecure.
Another essential method of recruitment of agents was the American “food aid.” These were the so-called Care packages. Here East Berliners received by mail or found stuffed in their mailbox an announcement to go to an address in West Berlin to collect ones aid package. Most people did this for luxury items like coffee or chocolate, which could not be bought at all at that time in the GDR because of the general food scarcity. And one did not have to make a world trip for this. For 20 pfennig fare and a few subway stations to West Berlin, one could get a package of food including coffee, chocolate and of course cigarettes. That was worthwhile. Only a few saw that this was one method of recruiting agents. And, of course, one could choose only the most exploitable elements.
The American CIA also used these Care packages to stir up opinion against the GDR government. Thus for example they hoped that the youths who received the Care packages would not attend the Whitsuntide meeting in 1960. On May 27, 1960, the official paper of the American Military Administration in West Berlin, “Neue Zeitung,” published the following announcement: “New York (DPA). All Americans are requested to spend altogether $100,000 so that the aid organization (i.e. Care) of Berlin’s Mayor Prof. Ernst Reuter could report success before the FDJ Whitsuntide march.
To disrupt the reconstruction of the GDR and to prevent the VEBs from fulfilling their plan, the agents used all possible methods: destruction of machines and transformers, collecting addresses of leading functionaries, preparing reports on conferences, carrying out factory espionage, spying on the strengths and weapons of Soviet troops and Volkspolizei in their barracks, wiping out livestock by infection with epidemic diseases, sending threatening letters and warnings to GDR citizens, distributing smear pamphlets and leaflets, putting fake ration cards for food and coal into circulation, destruction of traffic networks, blowing up bridges, making railway lines unusable, sabotaging production, disorganizing economic plans, using false letterheads, especially from the ministries and institutions, and always and primarily to bring people to West Germany; of course primarily skilled workers and members of the technical intelligentsia. Besides large payments for their work overall, the agents earned a head price for each person they recruited. For a scientist, engineer or skilled worker, for example, this amount was 100 German marks.
All these agents received their orders from West Berlin organizations. There were over 80 such organizations in West Berlin. I remember the most active, most brutal and probably also the largest one, the Fighting Group Against Inhumanity (Kampfgruppe gegen Unmenschlichkleit – KgU) created by the U.S. intelligence service. Among the numerous crimes of the KgU that came out in trials we will mention just a few here:
• Several attacks on railroads on the Magdeburg–Dessau line. Many people were injured in these attacks.
• Plans were made to blow up the largest hydraulic press in the GDR, in the Ernst Thälmann factory in Magdeburg.
• Plans were made to blow up the main turbine as well as the largest smokestack in the film plant Wolf.
• Many truck engines were destroyed by acid in the VEB combine “Otto Grotewohl” in Böhlen.
• The highway bridge near Finowfurt over the canal for large ships was set on fire with phosphorus vials and plans were made to blow up the Paretzer Lock in the Nauener Canal.
• Plans were made to blow up the shipyard Angermünde and a high voltage tower on the road to Güstrow.
• An exhibition pavilion in Dresden was blown up with a time bomb.
• The diversion group Admiral had the task of burning down forest groves in the Erzgebirge [mountains on the border with Czechoslovakia – translator’s note] with phosphorous gasoline and liquid nitrogen.
• Plans were made to destroy the transmission belts and machines in the VEB Feintuch at Finsterwalde using four bottles of acid.
One could fill volumes with descriptions of all the plots against the GDR from West Berlin. How large the American “investment” alone in this bloody business was, was described in the newspaper “Rheinische Poet” on September 1, 1961: “In the foreign aid budget (i.e. of the United States – editor) there is a carefully concealed item in the amount of millions of dollars, which is set aside for anti-communist actions in Europe. Details are a closely guarded secret.”
In view of these facts one could ask an admittedly hypothetical question. Would it not have been better to build a wall in 1950 and to tear it down again in 1960? On the other hand, if a wall had been built in 1950, this would have considerably undermined the still existing attempts at reunification.
Discontent among the workers
The preparation for Day X by the West using all imaginable means was one side of the coin. The other side was that the workers were not satisfied with the conditions in their own enterprises, in the trade unions, in the state and economy, in the relations with the state and party functionaries, and with many other negative phenomena, which were intensified with the beginning of the Five Year Plan.
With the Five Year Plan, which was drafted in 1950 and made into law by the People’s Chamber in 1951, as I see it today, far-reaching measures were taken that were not understood by many workers, and that led to increased flight from the GDR. I myself was of course enthusiastic, but what did I have for life experience? I was born in 1935. At 16, 17 or 18 years of age, I found everything fine and correct.
The Five Year Plan provided that by 1955 industrial production would reach 190 percent of 1950 production. That was a major event. It would mean a huge increase in labor productivity for each enterprise. To accomplish this many methods were decided on:
• Change of the work norms. That meant doing away with the former norms based on statistical experience and establishment of norms based on technique [i.e. based on a scientific analysis of the production process – translator’s note].
• Introduction of new work methods;
• An intensified movement of activists;
• Mass competition;
• A system of bonuses;
• A campaign to save all kinds of materials;
• A reduction in costs of production.
Many workers were skeptical about these measures. The members of the FDJ and the Party had difficulty explaining these conclusions and decisions. During these campaigns or in explaining important decisions, the members of the FDJ and the Party were often temporarily exempt from their normal work. Such exemptions were understandably not well-received by their work colleagues, because they had to make up the slack.
At that time I was active at the TRO (Karl Liebknecht Transformer Factory) and had to carry out agitation in the workshop for training apprentices, but also in other departments. I still remember clearly some discussions that showed the discontent of the workers and also of many party comrades:
Half of the cafeteria in the TRO was reserved for the employees and the other half for the production workers. The tables for the employees had white tablecloths; those for the workers were bare, due to the fact that the workers often had dirty hands and clothes. The workers complained about this. Their complaints were successful. All the tables were provided with white tablecloths with a plate of glass on top. In this way, the dirt problem was solved and there was no longer any difference, everyone could sit where they wanted.
In the course of the Five Year Plan, Walter Ulbricht suddenly demanded the “creation of a special dining rooms” for the intelligentsia. Many FDGB [Free German Trade Union] members and also SED people now no longer understood at all, why there should be not only special cafeterias for the intelligentsia but a whole list of privileges for them. There were clearly no complaints about the provision of free scientific literature, development and research workrooms, laboratories, etc. but their were definitely complaints about the material privileges that the intelligentsia was now supposed to receive: separate salary contracts, better, special living quarters, bonus funds, vacation spots, consumer goods stores where the intelligentsia could buy food without rations and much more.
It was all too clear that the Party members and trade unionists did not understand this. In response to this “lack of understanding” came the directive: “In all departments of an enterprise, our VEBs and other similar enterprises, in all state, economic and administrative institutions, the question of the relation of the working class to the intelligentsia must be openly discussed and an open fight must be waged against the incorrect treatment of this relation by comrades or trade union members. What was really wrong? It was wrong that, in a VEB the whole research and development department was excluded from the payment of bonuses of the enterprise, with the reason that the department is not a production department. It was wrong that engineers and scientists were characterized as “reactionary” because most of them came from a petty bourgeois background. And along with that, in the TRO two engineers were fired because, although they were admittedly “capable, skilled workers, they were ideologically backward.”
These sectarian mistakes, which were certainly not isolated ones, did not justify the granting of special privileges to the intelligentsia, nor the arguments that one had to excite the intelligentsia for the Five Year Plan and to keep them with these privileges. Honest criticism and self-criticism, comradely cooperation, payment according to achievement, these would have been the solution. Then the mobilization of the workers would also have achieved greater successes.
The privileges were not only meant for the technical intelligentsia. Higher party functionaries, scholars and scientists, above all writers, artists and other cultural people also received these privileges. For example, an editor before June 17 received an average of 800 marks a month, while a worker, not counting his bonus and piece-rate wages, took home 150 marks a month. Even with bonuses and the overfulfillment of the work norms, he would only earn at most 180 to 200 marks a month. The writers were especially assisted. At that time a student of literature earned 800 marks a month. Besides higher base salaries, cultural people also received honorariums for public readings, even for the cheapest trash like detective novels which the workers had to listen to on reading evenings. It was no surprise that more and more workers were turning their backs on the GDR.
In the summer of 1952 there were also discussions within the party and the trade unions about the role of the trade unions, after which one no longer knew what was right and wrong. At a central trade union conference the trade union leadership in the factory was reproached with interfering too much in the affairs of the factory director. The directors were dependent in all their actions on the signatures of the factory trade union leaders. This constant interruption must stop. The role of the factory management had changed. In the new period the tasks of the factory management and the trade union should no longer overlap. It was not said what this new period was. The trade union leadership in the factory was called upon to stop interfering with the management so often.
The trade union functionaries in the TRO found this confusing. What was correct now? Formerly there was the factory council system. That had been disbanded between 1948 and 1950, because alongside these councils there was the trade union leadership in the factory and they were the ones, in a socialist state, who should be involved in the decisions and measures of the factory leadership, in plans for the factory, for the worker, for the world of labor. No one knew how to handle things, since no one knew what the line would be next.
It would certainly be interesting, if these decisions and measures regarding the powers of the trade unions and the factory leadership would be analyzed today.
Also there was the question of the strengthened activist movement. The main task of the trade unions was supposed to be to consciously carry out the Hennecke movement and thus to considerably increase labor productivity. For this a conference of Hennecke activists was held. But many workers did not have much good to say about Hennecke, and it was hard for the trade unions to even discuss Hennecke days with the workers, much less to carry them out. Adolf Hennecke was an activist, a miner in the coal region, who on October 13, 1948, achieved 387 percent of the day’s norm, 30 tons of coal. In 1949 Adolf Hennecke was rewarded with the national prize (which included money); he became a member of the CC of the SED and of the People’s Chamber of the GDR, a hero of labor and an honored miner.
Adolf Hennecke has often been compared with Stakhanov, a miner in the Donetz Basin, who in 1935 in the USSR produced 102 tons of coal in one day. But there was a big difference between Hennecke and Stakhanov, about which it was not appreciated if one spoke about it: Alexei Stakhanov produced the 102 tons in a shift because of better organization of labor and technique. Adolf Hennecke achieved his success, which was unquestionable, by his physical strength alone. This achievement served as an occasion for the initiation of the Hennecke activist movement. The continuous drumming up, of constantly holding Hennecke days, got on the workers’ nerves. Later, one only heard most of all about Adolf Hennecke when he traveled to a friendly foreign country, for he had long since become a department head in the Ministry for Coal and Energy.
In the TRO I also saw profiteering and corruption for the first time. In the GDR at that time there were few textiles and leather goods to buy. One day a large shipment of shoes for the workers arrived from Czechoslovakia. There was a great deal of secrecy about the shoes. First came the wives of the managers, although they had no right to these shoes, since they were not employees of the factory. Then the secretaries got their shoes. A part went to the Party secretary, and another part went to the factory trade union office. What was left went to the factory workers. This kind of distribution led to bad feelings, but nobody expressed them very loudly.
In late summer of 1952 a campaign was carried on to strengthen the Volkspolizei, which was still very new. For many Party members it was obvious that they should join up. So I also joined the Volkspolizei. I was assigned to the Oberschöneweide district of Berlin. Here I again experienced strange practices. The people who went to the West in 1952 were, unlike later flights on a mass scale, mainly of petty bourgeois backgrounds: doctors, craftspeople, large landlords, technocrats. It was the Volkspolizei who first noticed, who was abandoning their residences, workplaces, practices, etc. Often the police were informed by the population; sometimes the people themselves sent a letter, after they had left their residences, etc. In most of the residences an inventory had been left behind, many people broke them up before they left or made them uninhabitable in some other manner. These residences and houses were then sealed up by the Volkspolizei, until things could be officially settled. At that time it frequently happened, that the district authorities, the ABV, (the police who patrolled the streets and who had to take care of a particular district), on good terms with their precinct leader, took for themselves a part of the furniture. They had a say in deciding who would live in these houses – they were often villas. Of course, they expected something in return. Even when such cases were occasionally punished and the press reported on them, there were no campaigns carried out against such phenomena, much less was the population, especially the working class, mobilized against corruption and nepotism.
There were hundreds of other such phenomena: arrogance and presumption of Party functionaries, careerism and servility, nay-sayers and yes-men, those who just followed orders, conceit and covering up for mistakes. All this was whitewashed. If serious mistakes by Party functionaries could really no longer be covered up, they were sent off to Party schools or sent to take up other positions. They were always kicked upstairs. All this caused a lot of damage to the economy. Only rarely were bureaucracy and mismanagement brought to light, as in this case: in the VEB LOWA in Görlitz there was great resentment among the workers, because the plan had been changed eighteen times. Or: the Brandenburg regional administration sent out 2959 circulars to the regional councils in 14 months, that is, 81/2 circulars a day. Who could read these and act on them?
All this did not go unnoticed by the workers. But they did not know how to change the situation. Many people thought that these were still beginning difficulties in the phase of reconstruction. That these were not beginning difficulties, but fundamental questions, most workers noticed shortly before June 17, when the GDR government, in an administrative manner, without asking the workers about it in a campaign beforehand, forced the enterprises to raise the work norms by 10%. This mistake was exploited immediately by the organizations of agents in order to begin their provocation on Day X, for which they had been preparing for a long time.
Day X
At that time, I was working in the Oberspree Cable Factory (KWO), also in the Oberschöneweide district of Berlin. I had to leave the People’s Police, since my father like many others had left the GDR and one couldn’t work in the People’s Police, if one’s relatives had “fled the republic.” My father, a worker in the TRO, was never anti-communist but he was also not a supporter of the GDR. He also had nothing against the fact that I was working actively and enthusiastically for the construction of socialism. But he openly criticized abuses and things that he did not like. He was arrested and set free again due to his serious war injury. Week after week he was ordered to appear for interrogation. He drew his conclusions and left for West Berlin.
In the KWO I was in the Thälmann brigade. We worked on spray machines, which produced insulating material through which wire was pulled to form cable, which was then rolled up on a cable drum. Five of us worked in the brigade, three on machines, one laborer who brought over the materials and the brigade leader who checked the final product. We worked in two shifts. Our brigade always produced 20 to 30% above the norm; some days, when the material was good and there was no waste, even 70 to 80%. In order to earn a good bonus, we sometimes got together and worked a ½ hour longer on the afternoon shift.
Our brigade seemed to be a progressive brigade, since out of our five co-workers two were in the SED and one was in the FDJ. However, when the foremen spoke with the brigade leaders about the new increase in the work norms we were quite upset. Nevertheless on May 1 we voluntarily considerably overfulfilled the norms. This spontaneous excitement quickly disappeared, for on closer inspection we saw that for our brigade it was no big effort. What remained was anger over the way that the decision about the norm increase came about; we didn’t think it was right. The decision had been made at the end of May for the whole industry in relation to the “New Course.” The “New Course” provided for an improvement in the economic situation of the population. Our brigade in the KWO first heard about the decision a few days before June 17. Of course, there were rumors before then, but nothing official. We felt that was deceptive, secret and dishonest. And it was. This increase in work norms showed no trace of the dictatorship the working class. They were not asked nor were their suggestions requested. That was what made some of the workers indignant. Even the foremen, brigade leaders and Party members, with whom the norm increase was discussed or who were expected to enforce it, did not like it; it already led to protests here and there.
It was not only the planned norm increase that led to the increase in dissatisfaction of the workers; they found it particularly outrageous that, while they were expected to work more for the same money, the salaries of the bureaucracy, the technical intelligentsia, the functionaries, managers and bourgeois experts were not lowered, but rather were raised. All this made it easy for the CIA to call people out for Day X, for which it had waited so long. The withdrawal of the planned norm increase on June 16 came too late.
Our brigade had decided to carry out the norm increase. Except for the laborer, the other four of us were in agreement with it. However, the Party members were expected to protest, at the next conference with the Party leadership, against the manner in which this decision was made. But it was too late for this.
June 16 – Demonstrations on Stalinallee

On June 16 it was discussed in our brigade and in the whole department, that construction workers had demonstrated against the norm increase in Stalinallee. That didn’t seem to us to be an earth-shaking event, because there was no talk of other enterprises taking part. The construction workers on Stalinallee were naive. Groups often congregated and held discussions there, and it was not unusual for them to be provoked, because it was also easy for obscure elements from West Berlin to speak to workers at open building sites where anyone could go in. We did not take the matter very seriously.

After break on the afternoon shift – that must have been between 6 and 7 PM –things became more serious. When we came back to work from our department’s small cafeteria, the brigade leader found a handwritten note on his desk with the slogan “Down with the norms. Strike.” Later he was suspected of having put the note there himself, to start a discussion. The brigade leader tried to discuss it with us, but the discussion didn’t come about, since we as Party and FDJ members didn’t know anything and wanted to speak to the Party leadership first.

In the late evening on the second shift that was hardly possible. The brigade leader gave the note to the foreman on duty in the department. Late that evening, shortly before the end of our shift, Party members came through the factory and gave instructions that all Party members had to report to the Party office next morning. However already during the night Party members and progressive workers were mobilized to form a so-called workers defense. This took place, as I heard later, in many enterprises.

On June 17 we reported to the Party office. The Party informed us that demonstrations had taken place in the inner city against the norm increase, and that early in the morning of June 17 other provocations like looting of food stores (HO stores), destruction of Party and union offices, etc. had occurred. In our KWO, the same handwritten note had been found in various departments, at workplaces and on bulletin boards. Individual provocateurs had gone through the factory and called on the workers to strike. Some of the workers had then left the factory and thus taken part in the work stoppage. Some had not come to work at all, because the RIAS had continually broadcast appeals against the East German government, calling on the workers to strike and spreading wild rumors. This led some workers to be intimidated and stay at home with their families. In many departments, however, everyone came to work.

Our brigade leader and laborer had not shown up to work. Later investigations showed that the laborer had close connections with the CIA, that the brigade leader had worked for years in the black market in West Berlin and now had finally took off with his family to the “golden West.”

The Party members who had to report to the Party office were assigned different tasks. Patrols of the factory were organized, guards were placed at the factory gates, guards were sent around the factory grounds, couriers were sent around to keep in contact with the guards, etc. The factory gates were closed. A small, narrow door was left open. Here those who worked at the factory could go in and out. Those who came in were accompanied to their workplace, those who went out could leave unhindered. Instructions were given not to let oneself be provoked and also not to get into discussions with the demonstrators.

Provocateurs are caught

In the morning of June 17, while we were still distributing our assignments, the Party at the KWO received a call that workers from the Cöpenick district had left work and had joined a demonstration, that was going from Cöpenick and passing through Oberschöneweide towards the inner city. In Oberschöneweide there were several big factories that they had to pass by. The party in the KWO had thus been warned. It issued instructions that individual comrades and FDJ members, if possible in blue shirts and with Party insignias, should stand at the curb by the factory gates to show unity. So we stood at the curb as the demonstrators passed by the KWO, three young comrades in blue shirts, elderly Party members in wind jackets and with Party insignias. Other Party members were stationed in front of the factory gate itself. A group of several hundred workers came towards us. The ones in the front ranks were shouting slogans like “Down with the government,” “Down with the norms,” “We want free elections” and so forth. In the front ranks as well as at the side marched people who were obviously provocateurs and manipulators. They rushed up to us and tried to tear off our blue shirts and insignias. But at that moment many comrades rushed out of the office by the front gate and from the ranks of the comrades who were standing in front of the gate, grabbed the provocateurs and dragged them into the factory. They were taken into custody and later taken away. The demonstrators didn’t concern themselves any further about the ones who were dragged into the factory, but marched on in the direction of the inner city.

At noon the Soviet Military Commander in East Berlin declared a state of emergency. The order was given:

Order of the Military Commander of the Soviet sector of Berlin

To restore a stable public order in the Soviet sector of Berlin it is ordered:

1. As of 1 PM on June 17, 1953, a state of emergency is declared in the Soviet sector of Berlin.

2. All demonstrations, meetings, rallies and other congregations of more than three people are prohibited on the streets and squares as well as in public buildings.

3. All pedestrian and motor vehicle traffic is prohibited from 9 PM to 5 AM.

4. Anyone who violates this order will be punished according to the wartime laws.

Berlin, June 17, 1953
Military Commander of the Soviet sector of Berlin
Major General Dibrova

After the Red Army intervened, the situation calmed down quite quickly. Little by little the workers returned to the factory. While on the next day a considerable number stayed home and waited to see how things would turn out, in the next days almost everyone showed up, except for those who had left for West Berlin. The controls by the Party, the workers defense, the People’s Police, the factory patrols, were still maintained for a certain time.

Similar things took place in other Berlin enterprises on June 17 as were described here. At Potsdamer Platz, on Stalinallee and at Alexander Platz there were worse excesses. Due to looting, arson, the tearing down of red flags, the destructions of Party offices, of traffic equipment [e.g. railway stations, train tracks, bus depots – translator’s note] etc, unfortunately several people were killed on the border with West Berlin. But who was to blame for this?

The ones behind the scenes of this fascist provocation were the imperialist powers in West Germany, who wanted to reverse the socialist achievements, people such as Krupp, Flick and other company owners who wanted to regain their “property.” It was no coincidence that shortly before June 17 the shares of the so-called “Ostwerte” on the stock exchange climbed steeply. The company owners knew that “Day X” was coming. It was also no coincidence that immediately after the failure of the provocation, Adenauer and Co. organized a big day of mourning and business associations contributed hundreds of thousands of Marks for the so-called victims of the putsch.

A Gap Between the Party and the Masses

There can be no doubt that in the GDR on June 17 there was a gap between the Party and government on the one hand and the working masses on the other hand, which widened after June 17.

The great majority of the workers in the GDR had not let themselves be provoked, they had not left work. In all it was six percent of the five million workers and employees. Many were involved only for a few hours. The great majority, despite tremendous instigation, despite the work of agents and fascist provocations, despite their difficult situation, stood behind their socialist state. Also of the 300,000 who demonstrated and struck, there were only a negligible, small section who were reactionary and against socialism. They were simply and rightly outraged.

It was all the more shameful and hypocritical that Herbert Wamke, member of the CC of the SED and chairperson of the FDGB stated the following about June 17 at the FDGB congress in August 1953: “As is known, Hitler also succeeded in winning over certain backward strata of the working class.” And: “The working people who demonstrated and took part in work stoppages on June 17, have stabbed the international working class in the back.”

Kurt Barthel, nicknamed Kuba [KUrt BArthel], spokesperson for the East German writers and at that time Secretary of the Writers Union, also struck the same cynical tone against the workers as the trade union leader did. In an article about the construction workers of Stalinallee he wrote: “You marched with bad company throughout the city. You hung out with the trash who, used by the big arsonists in the world, carry a Molotov cocktail in their bag, with which they will burn down your scaffolding tomorrow. That was not what you wanted. However when it happened, you let it…”

“As one brushes off a piece of dust with ones hand to clean ones jacket, the Soviet-Army swept the city clean. You, however, should go to sleep at nine PM like good children. The Soviet Army and the comrades of the German People’s Police are standing guard for you and for the peace of the world. Are you should be ashamed of yourselves, as I am ashamed? You will have to build many fine houses and you will have to behave very well in the future, before your shame will be forgotten. Destroyed houses can be repaired, that is easy. But destroyed trust is very, very difficult to regain.”

What did this mean? That once again it was the fault of the working class. It was not the mistakes of the government, nor the mistakes of the party that contributed to the protests, it was not bureaucracy, nor laxness, nor corruption and bribery that gave rise to bad provisions and caused indignation, but it was the working class that brought this misery on itself. No word of self-criticism, no word about ones own mistakes, no actions.

Because actions would have meant purging the party, purging it of careerists and bureaucrats, it would have meant listening to criticisms, criticisms by the working class, it would have demanded a self-critical point of view towards ones own mistakes. There were no improvements along these lines. Instead criticisms from the rank-and-file were suppressed more than ever, workers who only dared to expose bureaucracy and corruption were labeled as agents and provocateurs, as “supporters of the fascist putsch of June 17.” Agents – after June 17 almost everyone became a suspect. The mistrust grew, both among those within the Party and outside it. After June 17 many Party people acted towards the workers the way Kuba did: arrogantly and cynically. And it was really true: if one wore the blue shirt or Party insignia, one had power. The relationship between the Party and the workers did not get better. Quite the contrary. If one showed up with the blue shirt or the Party insignia in any enterprise to carry out agitation, many workers made a bow or were extremely reticent in conversation. In the brigade we two Party members often ran into difficulties and were looked at askance, because more and more it happened that we were exempted from work, to work for the Party or the FDJ or to take part in conferences, etc.

Given these conditions, it was no wonder that subsequently, especially in the second half of the 1950s, more and more workers left the GDR.

Thus, what the company owners and big-landlords did not succeed in by staging their fascist putsch in 1953, to turn the GDR back into a capitalist exploiters’ state, was achieved years later through the revisionist policies of the Ulbricht government itself: the first dictatorship of the proletariat, the first workers’ and farmers’ state on German soil, became a thing of the past.

Bertolt Brecht, the well-known communist writer, wrote a little poem about June 17, 1953:
After the uprising of the 17th June
The Secretary of the Writers Union
Had leaflets distributed in the Stalinallee
Stating that the people
Had forfeited the confidence of the government
And could win it back only
By redoubled efforts. Would it not be easier
In that case for the government
To dissolve the people
And elect another?
Ovenstående artikel blev første gang offentliggjort i Roter Morgen, organ for KPD, Tysklands Kommunistiske Parti. Den engelske udgave er KPD´s egen oversættelse.

Dn amerikanske elitesoldat og terrorist Thomas Sanders har i værket
“The Playground” åbenthjertet informeret os, i skønlitterær form, om de terroraktioner og mord han udførte i DDR på vegne af USA (Cia) og dets tyske kollaboratører (i BRD): Under to år blev forfatteren og otte andre håndplukkede faldskærmsjægere i “Elitkommando Ost” specialuddannet til at gennemføre omfattende terroraktioner , bombesprængninger og mord i DDR.
Forfatteren lægger vægt på at anmærke at The Playground
“ikke et skønlitterært værk , men af sikkerhedshensyn. . . . er personnavne og visse pladser ændret” i efterskriftet
* * * “The Playground” af Thomas Sanders, Grayfar Ltd., and Betablade Ltd. 2003.

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